Autor: Erik Kriek
Titel: In the Pines
Verlag: Avant
Seiten: 136
ISBN: 978-3-945034-37-8
Preis: 24,95€
Sprache: Deutsch (OV: Niederländisch)
Publikationsjahr: 2016
Es geht um...
Dieser Graphic Novel erzählt fünf ‚Murder Ballads‘, also
Geschichten über Mord und Totschlag. Die Murder Ballad ist eine traditionelle, amerikanische
Liedform in der sich Realität und Fiktion mischen, Liebe und Verrat über
Generationen hinweg. Die bildlich verarbeiteten Stories in diesem Buch sind
bereits vertont, und liegen als CD bei.
Die fünf Stories: Pretty Polly and the Ship’s Carpenter, The
Long Black Veil, Taneytown, Caleb Meyer und Where the Wild Roses Grow sind
inhaltlich sehr verschieden und abwechslungsreich und ich denke mal es ist für
jeden was dabei.
Die Stories haben verschiedene Themen: rassistische Gewalt, Rache
aus Eifersucht, Missbrauch, Verrat; nur gemeinsam haben sie die tödliche Tat. Die
Stories die in den Liedern erzählt werden, sind ja teilweise schon etwas älter,
z.B. Pretty Polly soll aus dem Jahr 1726 stammen, was sich selbstverständlich
im Setting der Erzählung wiederspiegelt.
Das liest sich...
Die Zeichnungen sind düster und zweifarbig gehalten- immer in
schwarz-Weiß und pro Geschichte eine weitere Farbe, was mir sehr gut gefiel.
Die Erzählungen sind eine abwechslungsreiche
Zusammenstellung verschiedener Themen und Themenkreise die für jeden etwas Spannendes
haben, mein persönlicher Favorit ist: Where the Wild Roses Grow, die letzte
Geschichte in der Sammlung.
Jede Story umfasst ca. 20 Seiten, das ist eine schöne Länge
finde ich, da die Songs eher kitschig, schaurige kurze Geschichten erzählen. Die
CD reißt es für mich nicht raus, weil das nicht so ganz meine Musik ist.
Aber hier könnt ihr ja mal reinhören: Where the Wild Roses Grow by Nick Cave
Fazit:
- 25€ ist schon nicht wenig Geld für 5 Kurzgeschichten, ich
würde es darum nicht unbedingt als Einstieg empfehlen
- ich bin ein großer Kriek Fan und für mich war das Besitzen
dieses Buches ein Muss (auch wenn ich ein bisschen sparen musste)
Nice –to –know: Murder Ballades gibt es auch im europäischen
Raum: Moritat. Im Allgemeinen nimmt die Fachliteratur an, das Moritaten Darbietungen
über Mord-und Gräueltaten von Bänkelsängern zwischen dem 17. Und 20.
Jahrhundert sind. Mehr Infos?


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